Entdecken Sie die schönsten orthodoxen Klöster auf der Fruška Gora.
Auf dem Berg der Vojvodina sind nicht nur die grünen Zonen und die Denkmäler bedeutend, sondern auch die in ihren Wäldern und in den umgegebenen Dörfern gebaute orthodoxe Klöster: Kuveždin, Jazak, Đipša, Grgeteg, Velika Remeta, Krušedol, Novo Hopovo, Staro Hopovo, Petkovica, Ravanica (Vrdnik), Šišatovac usw. Diejenige, die sich für die orthodoxen christlichen Religionen interessieren und sich nach ruhiger und leiser Atmosphäre sehnen, sollten unbedingt diese Orte besuchen, wo sie die erhaltenen Werte der vergangenen Zeiten entdecken können. Hier werden von zahlereichen Klöstern die Allerschönsten hervorgehoben.

Das Staro (Altes) Hopovo ist eins der schönsten Bauwerke auf der östlichen Seite der Fruška gora, der von dem serbischen Despot, Đorđe Branković in dem 15. Jh. gebaut wurde. 2 km trennen Staro Hopovo von dem Kloster Novo (Neues) Hopovo. Nachdem die alte, aus Holz gebaute Kirche während eines Erdbebens zusammenbrach, wurde sie im Jahre 1752 renoviert. Das Kloster wurde während des II. Weltkriegs wieder beschädigt, und die Ikonostase wurde abgebrannt.

Die Klosterkirche von Novo (Neues) Hopovo hat eine bäuchige Arkade die mit Gebäuden umgegeben ist, und gehört wegen architektonischen Gründen zu den vollzügigsten Orten der Fruška gora, welches im Jahr 1576 gebaut wurde. Die zwei Bauwerke spiegeln treu die Formschätze der uralten serbischen Klöstern des Balkans wieder. Im Novo Hopovo kann man sogar Wein kaufen. Der römische Kaiser, Probus, der in Pannonia geboren ist, hat den Weinbau an den südlichen Flachhängen des Bergzugs eingebürgert. Nach den Türkenzeiten verschwanden die ungarischen Weinsorten zusammen mit den Winzern, und ihre Stelle übernahm die Rotweinkultur mit offener Gärung der von dem Balkan hierher gesiedelten Serben.

Das Kloster Grgeteg wurde im Jahr 1471 von Vuk Branković (Zmaj Ognjen Vuk) gegründet. Es befindet sich an der süldlichen Neige der Fruska gora, in der Nähe von dem Dorf Grgeteg. Branković wollte hier seinen blinden Vater, den Mönch aus dem Kloster Hilandar, namens Grgur, anlegen. Der Name des ehemaligen Klosters war Prnjavor. Es diente oft als Asyl der serbischen Mönchen, die von der Invasion der Türken flüchteten. Das Kloster ist im Barockenstil. Die Bauarbeiten wurden in den Jahren 1751-52 angefangen. Nach Schätzungen wurde die Kirche Grgeteg mit Hilfe von Spenden zwischen 1766 und 1771 aufgebaut. Jovan Georgijević bereitete während seiner kurzen Regierung die Grundlagen für die malerischen Arbeiten vor, und ließ den Plan der Erstellung der Ikonen und Kulissen anfertigen. Die Arbeit hat Jakov Orfelin, der junge Kunstmaler erledigt. Nach dem österreichischen Türkenkrieg wurde das Kloster abgebrannt und entvölkert. Mit der Neubau anstelle der alten Steinkirche wurde eine neue barocke Kirche gestellt. Die Grausamkeiten des II. Weltkriegs vermieden das Kloster Grgeteg auch nicht. Es entstanden riesige materielle Schaden. Die Bibliothek, das Archiv, die Kunstwerke, der Turm, und einige Wohngebäude wurden vernichtet. Die Restaurationen dauerten bis 1953.

Über den Zeitpunkt der Gründung des Klosters gibt es keine genaue Daten. In türkischen schriftlichen Dokumenten wird es erst in Jahren 1566-67 erwähnt, so könnte man vermuten, dass es schon in dem 16. Jahrhundert existierte. Das Kloster, das auch heute zu sehen ist, wurde als Verehrung der Auferstehung Jesu Christi gebaut. Das Gebäude wurde warscheinlich in dem Österreichischen Türkenkrieg völlig zerstört. Mit dem Erlaubnis von III. Arsenije Čarnojević wurde es neu gebaut. Im Jahr 1708 wurde die neue Holzkirche aufgebaut. Das heutige Gebetshaus wurde 1732-1740 im bysanischen-serbischen Stil mit gotischen Elementen angefertigt. Einige Teile wurden im neogotischen Stil renoviert. Seine achteckförmige Stuben zeigen gotische Merkmale. Das Gebäude von Aussehen erinnert an den architektonischen Stil von Raška. 1762 wurde an seine westliche Seite eine offene Terasse im Barockstil gestellt. Der hoche Glockenturm mit drei Etagen hat sich sehr lange erbaut. Das Kloster Beočin gehört zu den seltenen Klöstern dieses Gebietes, die während des zweiten Weltkriegs nicht zerstört wurden. Dieses Kloster ist ein typisches Beispiel für die Mischung mehreren Stilen, das auf Multikulturalismus hinweist.
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Kloster Ravanica (Vrdnik)

Südwestlich von der Gemeinde Irig liegt das bekannte serbische Kloster der Orden Vazul mit einer reich verzierten Kirche, in der der Grab von Lazar, dem letzten selbstständigen serbischen Herrscher liegt, zu dem die Serben, wie zu einem nazionalen Heiligen, pilgern. Das Kloster von Rednek und die dazu gehörige Kirche gehören zu den Größten Bauwerken dieses Gebietes der Fruška gora. Seine Ruinen wurden im XVI. Jahrhundert entdeckt, später zwischen 1801 und 1811 wurde die Kirche aufgebaut, die man auch heute noch sehen kann. Die Gebäude der Umgebung wurden in der Mitte des Jahrhunderts gebaut, bzw. einige von denen wurden rekonstruiert. Die wunderschöne Ikonostase, die im klassizistischen Stil angefertigt ist, wurde von Dimitrije Avramović im Jahr 1853 gemalt.

An der südlichen Leite der Fruška gora befindet sich neben einem kleinen Baches das heutige Gebiet des Klosters Bešenovo. Nach einigen Behauptungen gründete es der serbische König, Dragutin im XIII. Jahrhundert zu Ehren der Erzengeln Michael und Gabriel. Nach den Daten aus dem Jahr 1753 wurde die Klosterkirche aus Ziegeln gebaut. Die alten Ikonen wurden mit den Werken von Stevan Aleksić ersetzt. Er malte sogar die Wandbilder der inneren Wand der Kirche. 1909 malte Aleksić im Esszimmer des Klosters eine monumentale geschichtliche Komposition. Die erste genaue Daten von dem Kuppel und der Glocke stammen aus dem Jahr 1783. Die Verziehrung der Wände wurde von Kuzman Kolarić gemacht. Der Kloster Besenovo wurde im Stil von Raška angefertigt, und besteht aus einem Kirchenschiff. Obwohl es restauriert wurde, bewahrte es seine ursprüngliche Form. Ein Teil des Klosters wurde während des Krieges zestört und verbrannt. 1944 wurde es von der deutschen Luftwaffe mit Bomben beinahe völlig zerstört. Ein wesentlicher Teil der Erbschaft des Klosters ist verloren gegangen.
