Die Festung Petrovaradin (Petrovaradinska tvrdjava) liegt am rechten Donauufer und damit schon in Syrmien. Sie ist zwar schon mit Novi Sad zusammengewachsen, dennoch gilt sie als eigene Gemeinde mit eigener Stadtverwaltung. Es wurde nach Gurweys Sohn Peter benannt, der im Jahr 1213 durch den Mord an Königin Gertrud sein Leben und sein Vermögen verloren hat. Die Nachsilbe des Namens bedeutet Burg. Die engen, belebten Straßen der Stadt und die hohen Fachwerkbauten mit ihren Fensterfronten geben noch heute glaubwürdig die Stimmung der Altstadt wieder.

 

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Die Festung von Petrovaradin ist das Symbol der Stadt, eines der am besten erhaltenen und größten militärischen Meisterwerke Europas in Barockstil. Sie ist ein wertvoller und beliebter Ort, eine Touristenattraktion, ein seltenes architektonisches Erbe der Vojvodina. Am 15.Juli 1526 wurde die Stadt von den Türken besetzt, die Festung konnten sie aber nur am 27.Juni, nach harter zweiwöchiger Belagerung einnehmen. Die Festung wurde zwischen 1692–1780 gebaut.

 

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Wenn wir einen Rundgang um die exquisite und noch heute eindrucksvolle Anlage machen, erwartet uns eine fantastische Szenerie. Man kann alle Tunnelsysteme und versteckten Winkel besichtigen, die während des Türkischen Krieges als militärische Festung dienten. Mit den Arbeiten des 16 Kilometer langen und vierstöckigen Tunnelsystems hat man erst nach 1750 angefangen, um die Burg zu schützen. Diese Arbeiten dauerten 88 Jahre lang. Es lohnt sich die komplexen unterirdischen Gänge, mit einer Touristenführergruppe, zu erkunden. Schon von Weitem ist sein bekanntestes Monument zu sehen, der Uhrturm. Sie wird auch umgekehrte oder betrunkene Uhr genannt, denn die Stunde zeigt ein kleiner Zeiger an und die Minuten ein großer. Es gibt zwei Erklärungen dazu: Einerseits konnten die Matrosen auf der Donau so die Uhrzeit leichter ablesen, anderseits wechselten sich die Burgwächter in jeder ganzen Stunde, so waren die Minuten weniger wichtig.

 

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Im zentralen Bereich der Festung ist eines der wichtigsten Objekte das Stadtmuseum von Novi Sad, in der ständig zwei Ausstellungen zu finden sind. Die eine ist über die Geschichte der Festung, die andere befasst sich seit dem XVIII. – XX. Jahrhundert mit dem Leben der Einwohner von Novi Sad. Von der Terrasse des Burgcafés ist das Panorama auf die Stadt Novi Sad und auf die Donau spektakulär.