Wojwodina wird durch die Donau, die Theiß und die Save in drei geographischen und sieben verwaltungsbehördlichen Einheiten, sogenannte Bezirke, geteilt. Die Bezirke sind in Gemeinden unterteilt, die eigentlich Verwaltungseinheiten sind und aus mehreren Dörfern und Städten bestehen. Die Größe solcher Berzike entspricht den ehemaligen ungarischen Bezirken.

 

Écska [serb. Ečka] liegt im Bezirk Nagybecskerek [serb. Zrenjanin], am linken Ufer von Bega. Écska, und zu ihm gehörender sumpfiger Bodenbesitz wurde im 18. Jahrhundert zur renommierten Modellwirtschaft. Das berühmte Schloss „Harnoncourt” wurde 1817 erbaut und wurde zu einem wichtigen kulturellen Zentrum im Banat. Neben mehreren berühmten Künstlern gab 1820, bei der Eröffnung des Schlosses, der damals neunjährige Franz Liszt ein Konzert. Für viele Jahre trafen sich regelmäßig in- und ausländische Jäger im Schloss. Der Thronfolger Franz Ferdinand und der serbische Gouverneur I. Alexander waren auch oft die Gäste dieses Schlosses. Im Dorf kann man römisch-katholische, orthodox-serbische und orthodox-romanische Kirchen besichtigen. Zum Teichwirtschaft von Écska gehört das größte Fischteich-System in Europa und ist an das Óbega-Kaiser-See Sonderreservat angrenzend, das vor allem wegen seiner Wasservögel bekannt wurde. Es ist ein typischer Sumpflebensraum, aber die Elemente der Steppe und der Salzboden kann auch gefunden werden.

 

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Erzsébetlak [serb. Belo Blato] liegt im Bezirk Nagybecskerek. Die heutige Siedlung wurde 1887 mit Slowaken, Ungarn und Bulgaren besiedelt, aber es hat auch deutsche und serbische Einwohner. Viele von den älteren Bewohnern des Dorfes sprechen noch heute fünf Sprachen. Die Nähe des Óbega-Kaiser-See Sonderreservats zieht immer mehr Touristen in das Dorf heran.

 

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Melence [serb. Melenci] liegt neben dem See Ruszanda im Bezirk Nagybecskerek. Das Dorf wurde nach der Pußta [Heide] „Melence” benannt. Bei dem Dorf befindet sich der Ruszanda-See und Kuhrort, der für sein Schlamm und Salzboden berühmt ist, und blickt auf eine 130 Jahre alte Tradition zurück. Die Belibtheit des Heilbads ist auf die Heilwirkung des Mineralschlamms im See zurückzuführen. In den Therapien wird neben dem Schlamm auch Quellwasser mit 32°C verwendet.

 

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Aracs [serb. Arača) liegt im Bezirk Törökbecse [serb. Novi Bečej] besonders bedeutend ist uns die Wüstenkirche, eines der frühesten Baudenkmäler in der Wojwodina, welches fast vor tausend Jahren in der Wildnis errichtet wurde. Nach Törökbecse kommende Touristen, können Unterkunft in Gasthöfen oder bei ungarischen Familien finden. Neben der Wüstenkirche sind die Besichtigung der Burg von Becse, der See-Sóskopó und der Theiß-Ufer unerläßlich auf einer Tour in dieser Region. Details: www.aracs-turizmus.info.

 

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Torontáludvar [serb. Idvor] befindet sich im Bezirk Antalfalva [serb. Kovačica]. Das Geburtshaus von weltberühmten, serbischen Physikers Mihajlo Pupin (1858-1935) ist die bekannteste Sehenswürdigkeit des Dorfes.

 

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Székelykeve [serb. Skorenovac] ist der südlichste, ungarisch-sprachige Ort, der mehrheitlich von Ungarn bewohnt, liegt im Bezirk Kevevára [serb. Kovin]. Die hierher kommenden Touristen, können Unterkunft in Gasthöfen oder bei Familien finden. Der Aufschwung des Tourismus ist auf die Nähe von Belgrad, den Kazan-Bergpass und den Deliblater Sand-Wüste zurückzuführen. Einzelheiten: www.szelelyatur.com.

 

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Szlankamén [serb. Stari Slankamen] liegt in der Nähe des Dorfes Inđija. Es war auch schon in römischer Zeit bewohnt. Die Ruinen der in vermutlich im 15. Jahrhundert erbauten Burg, sind noch heute am Ufer der Donau zu sehen.

 

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Rednek [serb. Vrdnik] liegt im Bezirk Ürög [serb. Irig]. Die mittelalterliche Festung Rednek wurde im 15. Jahrhundert als Castrum Rednek aufgezeichnet. Im Jahr 1911 wurde ein elektrisches Kraftwerk, das für die Energieversorgung des Kohlenbergbaus gebaut und 1999 bombardiert wurde. Das Kloster Rednek und die zu ihm gehörende Kirche ist eines der größten Klöster in diesem Teil der Fruška Gora. Die Kirche wurde am Anfang des 19. Jahrhundert erbaut.

 

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